Informieren Sie sich
über die Themen

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Themen der Elektromobilität. Was wurde bereits erreicht? Wo besteht Nachholbedarf?

Die Nutzer erfahren Elektromobilität als ein ganzheitliches Angebot. An dieser Sicht orientiert sich die Arbeit der NPE. Dabei müssen vielfältige Schnittstellen zwischen den Themen bedacht werden: Gut ausgebildete Fachkräfte entwickeln innovative Fahrzeugtechnologien, mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien entstehen kundenfreundliche Bezahlmodelle für das Laden. Mit Forschung und Entwicklung schaffen Wissenschaft und Industrie die Grundlage für ein attraktives Angebot. Am Ende zählt die Zufriedenheit und Akzeptanz der Nutzer – dafür treibt die NPE diese Themen voran.

Ladeinfrastruktur

Die meisten Nutzer nutzen eine private Lademöglichkeit. Wer lange Strecken fährt, lädt unterwegs an derzeit gut 7.407 öffentlich zugänglichen Ladepunkten, davon 292 Schnellladepunkte (Stand: März 2017). Das Bundesverkehrsministerium hat mit der Autobahn Tank & Rast GmbH vereinbart, alle ihrer rund 400 eigenen Raststätten an Bundesautobahnen mit Schnellladesäulen und Parkplätzen für Elektrofahrzeuge auszustatten. Damit ist die Basis für die steigende Stückzahl von Elektrofahrzeugen geschaffen. Über den richtigen Stecker müssen sich die Nutzer keine Sorgen machen. In Zukunft unterstützt jeder Ladepunkt in der Europäischen Union und jedes Fahrzeug europäischer Hersteller das Combined Charging System (CCS), mit dem die Nutzer sowohl normal- als auch schnellladen können.

Ladeinfrastruktur

Der größte Teil der Ladeinfrastruktur – 85 Prozent – befindet sich im privaten Bereich. Hier wird Planungssicherheit für alle Beteiligten geschaffen, wenn die Elektromobilität in das Bau-, Wohneigentums- und Mietrecht integriert wird. Auch steuerrechtliche Anpassungen sind notwendig, damit beispielsweise Arbeitnehmer ihre Fahrzeuge auch beim Arbeitgeber laden können, ohne steuerliche Nachteile zu haben.

Die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte wird mit der Anzahl der Elektrofahrzeuge wachsen. Für das Jahr 2020 hat die NPE einen Bedarf von 70.000 öffentlichen Ladepunkten und 7.100 Schnellladesäulen ermittelt, die unter anderem entlang von Autobahnen lange Fahrten sichern. Für den bedarfsgerechten Ausbau der Ladeinfrastruktur empfiehlt die NPE ein von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand gemeinsam getragenes 10.000-Säulenprogramm. Diese Ladepunkte müssen einfach zu finden, verlässlich, jederzeit verfügbar und komfortabel zu bedienen sein. Dazu gehört auch das bequeme Bezahlen, zum Beispiel per Smartphone oder EC-Karte. Apps und Navigationssysteme lotsen die Nutzer zu den nächstgelegenen Ladepunkten.

Neben Apps von Fahrzeugherstellern, Ladesäulenbetreibern und Mobilitätsanbietern wie z.B. Tankstellenkartenbetreibern oder Mobilitäts-Startups gibt es eine Vielzahl von privaten Websites und Smartphone-Apps, die den schnellsten Weg zum nächsten Ladepunkt weisen. Hier eine Auswahl:

www.lemnet.org/de
www.plugsurfing.com
www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner
www.plugfinder.de

Beispiel

Im Projekt „SLAM – Schnellladenetz für Achsen und Metropolen“ treiben Unternehmen gemeinsam mit Hochschulen den Ausbau eines bundesweiten Schnellladenetzes voran. Bis 2017 sollen bis zu 600 CCS-Ladepunkte mit einheitlichen Zugangs- und Abrechnungssystemen installiert werden.