Informieren Sie sich
über die Themen

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Themen der Elektromobilität. Was wurde bereits erreicht? Wo besteht Nachholbedarf?

Die Nutzer erfahren Elektromobilität als ein ganzheitliches Angebot. An dieser Sicht orientiert sich die Arbeit der NPE. Dabei müssen vielfältige Schnittstellen zwischen den Themen bedacht werden: Gut ausgebildete Fachkräfte entwickeln innovative Fahrzeugtechnologien, mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien entstehen kundenfreundliche Bezahlmodelle für das Laden. Mit Forschung und Entwicklung schaffen Wissenschaft und Industrie die Grundlage für ein attraktives Angebot. Am Ende zählt die Zufriedenheit und Akzeptanz der Nutzer – dafür treibt die NPE diese Themen voran.

Ladeinfrastruktur

Die meisten Nutzer nutzen eine private Lademöglichkeit. Wer lange Strecken fährt, lädt unterwegs an gut 12.500 öffentlich zugänglichen Ladepunkten an 4.730 Ladesäulen, davon 850 Schnellladesäulen (Schätzung für Ende 2017). Das Bundesverkehrsministerium hat mit der Autobahn Tank & Rast GmbH vereinbart, alle ihrer rund 400 eigenen Raststätten an Bundesautobahnen mit Schnellladesäulen und Parkplätzen für Elektrofahrzeuge auszustatten. Damit ist die Basis für die steigende Stückzahl von Elektrofahrzeugen geschaffen. Über den richtigen Stecker müssen sich die Nutzer keine Sorgen machen. Seit 2016 müssen in Deutschland alle neuen Ladepunkte einheitlich mindestens mit dem Combined Charging System (CCS) ausgerüstet, barrierefrei und ohne vorherige vertragliche Bindung zugänglich sein - mit dem Ende des Jahres 2017 muss die entsprechende Richtlinie in der gesamten EU umgesetzt werden. Steckervielfalt und inkompatible Ladepunkte gehören damit der Vergangenheit an, CCS ist in Europa, den USA sowie weiteren wesentlichen Automobilmärkten etabliert.

Öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektroautos in Deutschland (Datenquelle: BDEW-Erhebung Elektromobilität, Stand 30. 6. 2017; EasyMap Kartengrundlage: © Lutum + Tappert, Bonn)


Die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte wird mit der Anzahl der Elektrofahrzeuge wachsen. Für das Jahr 2020 hat die NPE einen Bedarf von 70.000 öffentlichen Ladepunkten und 7.100 Schnellladesäulen ermittelt, die unter anderem entlang von Autobahnen lange Fahrten sichern. Insgesamt stellt die Bundesregierung von 2017 bis 2020 300 Millionen Euro für den bedarfsgerechten Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur zur Verfügung. Werden alle bisher eingegangenen Förderanträge umgesetzt, dann kann eine Verdreifachung der AC-Ladepunkte sowie eine nahezu zehnfache Steigerung der DC-Ladepunkte seit Beginn des Förderprogramms im Jahr 2017 bis zum Ende des Jahres 2018 erreicht werden.

Neben Apps von Fahrzeugherstellern, Ladesäulenbetreibern und Mobilitätsanbietern wie z.B. Tankstellenkartenbetreibern oder Mobilitäts-Startups gibt es eine Vielzahl von privaten Websites und Smartphone-Apps, die den schnellsten Weg zum nächsten Ladepunkt weisen. Hier eine Auswahl:

www.lemnet.org/de
www.plugsurfing.com
www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner
www.plugfinder.de

Beispiel

Im Projekt „SLAM – Schnellladenetz für Achsen und Metropolen“ treiben Unternehmen gemeinsam mit Hochschulen den Ausbau eines bundesweiten Schnellladenetzes voran. Bis 2017 sollen bis zu 600 CCS-Ladepunkte mit einheitlichen Zugangs- und Abrechnungssystemen installiert werden.