Erfahren Sie mehr über
Motivation und Ziele

Was ist die Vision für die Zukunft? Aus welchen Bausteinen besteht das System Elektromobilität?

Elektromobilität schont Klima und Umwelt, fördert technologische Innovationen und ermöglicht neue Geschäftsmodelle. Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und umfasst viel mehr Bausteine als nur das Elektrofahrzeug: Viele Komponenten, von den Antriebstechnologien bis zur Ladeinfrastruktur, bilden zusammen das System Elektromobilität. In dessen Zentrum stehen die Nutzer. Damit sie aus einer Vielfalt von Angeboten wählen können und sich nur die besten Technologien und Dienste durchsetzen, arbeitet die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) technologieoffenen und marktorientiert.

Die Maßnahmen

Die Voraussetzungen, um die Ziele zu erreichen, sind geschaffen. Aktuell sind am Markt über alle Fahrzeugsegmente hinweg mehr als 30 Fahrzeugmodelle deutscher Hersteller verfügbar. Das Angebot umfasst die in der NPE betrachteten batterieelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride sowie Range Extender und es wächst weiter. Darüber hinaus stehen dem Nutzer attraktive Produkte und Dienstleistungen wie Mobilitätskarten oder eCarsharing zur Verfügung.

Grundlage dieser Entwicklung sind verschiedene, von der Bundesregierung implementierte bzw. beschlossene Maßnahmen:

  • Seit 2011: Monetäre Maßnahmen wie die Befreiung von der Kfz-Steuer für batterieelektrische Fahrzeuge oder der Nachteilsausgleich.
  • Seit 2011: Förderung von Forschung und Entwicklung entlang der NPE-Roadmaps.
  • Seit 2015: Rechtliche Maßnahmen, vor allem das Elektromobilitätsgesetz.
  • Ab Juli 2016: Umweltbonus in Höhe von 4.000 Euro für batterieelektrische Fahrzeuge und 3.000 Euro für Plug-in-Hybride. Antragsberechtigt sind: Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine. Bundesregierung und Automobilindustrie tragen jeweils die Hälfte des Zuschusses. Insgesamt beträgt die Fördersumme 1,2 Milliarden Euro. (Weitere Hinweise zur Antragstellung finden Sie hier.)
  • Öffentliches Beschaffungsprogramm: Ab 2017 sollen mindestens 20 Prozent der neu angeschafften Pkw im Fuhrpark des Bundes Elektrofahrzeuge sein. Dafür werden 100 Millionen Euro bereitgestellt.
  • Öffentliche Investitionen in eine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur in Höhe von 300 Millionen Euro bis Ende 2020.

 

Für die Zukunft empfiehlt die NPE folgende flankierende Maßnahmen:

  • Weitere Förderaufrufe zum Ausbau der Ladeinfrastruktur
  • Bessere rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Ladeinfrastrukturen in gemein schaftlich genutztem privatem Parkraum (zum Beispiel in Mehrfamilienhäusern)
  • Investitionen für Netzinfrastrukturen erhöhen, um intelligente Netze zu schaffen
  • Forschungs- und Entwicklungsausgaben sind im Bereich Fahrzeugtechnologie für den Zeitraum von 2018 bis 2020 weiterhin erforderlich
  • Forschung und Entwicklung in Material-, Zell- und Batterietechnologie sowie -produktion sind mit hoher Intensität fortzusetzen
  • Etablierung von Fördermaßnahmen für elektrische Nutzfahrzeuge und Busse prüfen

Auf Basis der Marktvorbereitung, des bisherigen Markthochlaufs sowie der aktuell
bestehenden Anreize haben an der NPE beteiligte Expertinnen und Experten eine
Hochlaufprognose fortgeschrieben, die in der folgenden Grafik zu sehen ist:

 

 

Prognostizierter Markthochlauf bis 2020 in Abhängigkeit von den umgesetzten Maßnahmen (Quelle: NPE)