Erfahren Sie mehr über
Motivation und Ziele

Was ist die Vision für das Jahr 2020? Aus welchen Bausteinen besteht das System Elektromobilität?

Elektromobilität schont Klima und Umwelt, fördert technologische Innovationen und ermöglicht neue Geschäftsmodelle. Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und umfasst viel mehr Bausteine als nur das Elektrofahrzeug: Viele Komponenten, von den Antriebstechnologien bis zur Ladeinfrastruktur, bilden zusammen das System Elektromobilität. In dessen Zentrum stehen die Nutzer. Damit sie aus einer Vielfalt von Angeboten wählen können und sich nur die besten Technologien und Dienste durchsetzen, arbeitet die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) technologieoffenen und marktorientiert.

Die Maßnahmen

Die Voraussetzungen, um die Ziele zu erreichen, sind geschaffen. Aktuell sind am Markt über alle Fahrzeugsegmente hinweg mehr als 30 Fahrzeugmodelle deutscher Hersteller verfügbar. Das Angebot umfasst die in der NPE betrachteten batterieelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride sowie Range Extender und es wächst weiter. Darüber hinaus stehen dem Nutzer attraktive Produkte und Dienstleistungen wie Mobilitätskarten oder eCarsharing zur Verfügung.

Grundlage dieser Entwicklung sind verschiedene, von der Bundesregierung implementierte bzw. beschlossene Maßnahmen:

  • Seit 2011: Monetäre Maßnahmen wie die Befreiung von der Kfz-Steuer für batterieelektrische Fahrzeuge oder der Nachteilsausgleich.
  • Seit 2011: Förderung von Forschung und Entwicklung entlang der NPE-Roadmaps.
  • Seit 2015: Rechtliche Maßnahmen, vor allem das Elektromobilitätsgesetz.
  • Ab Juli 2016: Umweltbonus für private Nutzer in Höhe von 4.000 Euro für batterieelektrische Fahrzeuge und 3.000 Euro für Plug-in-Hybride. Bundesregierung und Automobilindustrie tragen jeweils die Hälfte des Zuschusses. Insgesamt beträgt die Fördersumme 1,2 Milliarden Euro. (Weitere Hinweise zur Antragstellung finden Sie hier.)
  • Öffentliches Beschaffungsprogramm: Umrüstung von 20 Prozent der öffentlichen Flotten auf Elektrofahrzeuge bis 2017.
  • Öffentliche Investitionen in eine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur in Höhe von 300 Millionen Euro bis Ende 2020.

 

Für den weiteren Zeitraum von 2017 bis 2020 empfiehlt die NPE folgende flankierende Maßnahmen:

  • Forschung und Entwicklung mit neuen Themen fortführen und Finanzierung von 360 Millionen Euro pro Jahr von 2017 bis 2020 über Förderung des Bundes sicherstellen.
  • Unternehmerische Entscheidung für eine langfristig orientierte integrierte Zell- und Batterieproduktion in Deutschland unterstützen.
  • Die beschlossene öffentliche Förderung einer öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur durch private Investitionen  im Rahmen eines gemeinsamen Investitionsprogramms in Gesamthöhe von 550 Millionen Euro ergänzen und bis Ende 2020 umsetzen.
  • Schaffung und Verbesserung rechtlicher Rahmenbedingungen z.B. im Miet- und Wohnungseigentumsrecht bei der Installation privater Ladepunkte oder bei der Ausweisung von Parkplätzen mit entsprechender Ladeinfrastruktur – unter anderem beim Straßenbau, an Tank- und Raststätten sowie an Flughäfen, Bahnhöfen und beim öffentlichen Wohnungsbau.

 

Mit dem bestehenden Maßnahmenbündel kann ein Leitmarkt mit einer Million Elektrofahrzeugen noch erreicht werden, wie folgende Grafik zeigt. Jedoch empfiehlt sich, den weiteren Markthochlauf aufgrund von Unsicherheiten wie der Entwicklung des Ölpreises zu beobachten und die Förderung bei Bedarf anzupassen.

 

Prognostizierter Markthochlauf bis 2020 in Abhängigkeit von den umgesetzten Maßnahmen (Quelle: NPE)