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02.03.2015

Nationale Bildungskonferenz Elektromobilität: Exzellenz für die Leitanbieterschaft

Bildung und Qualifizierung sind entscheidende Grundlagen für ein wettbewerbsfähiges Gesamtsystem der Elektromobilität. Wie muss die Aus- und Weiterbildung dafür gestaltet werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Nationalen Bildungskonferenz Elektromobilität am 23.-24. Februar 2015 in Berlin. Bundesministerin Johanna Wanka und der NPE-Vorsitzende Hennig Kagermann berieten dort mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Studierenden und Auszubildenden.

30 Studiengänge zur Elektromobilität, 100 Initiativen zur Förderung der Weiterbildung sowie 18 Millionen Euro Investitionen in Bildungsprojekte im Rahmen der Schaufenster Elektromobilität – Deutschland hat die Ausbildung und Qualifizierung von Fachkräften der Elektromobilität weiterentwickelt. Viele Ausbildungsberufe wurden in den Bereichen Kraftfahrzeug, Zweirad und Elektro an die Anforderungen der Elektromobilität angepasst. Die Elektromobilität steht auf dem Lehrplan beruflicher Weiterbildungen, bestehender Studiengänge und auch eigens eingerichteter Studiengänge.

Gleichwohl stellt das Gesamtsystem Elektromobilität weiterhin neue Anforderungen an die Qualifizierung. Fahrzeugtechnik, Energie und Umwelt, Ladeinfrastruktur, Stadtplanung und Intermodalität müssen zusammenspielen. Dementsprechend muss die Aus- und Weiterbildung Ausbildungsfelder wie die Informations- und Kommunikationstechnologien, Umwelttechnik oder Maschinenbau integrieren. Handlungsbedarf sehen Bundesministerin Johanna Wanka und Henning Kagermann in der postgradualen Weiterbildung: Beispielsweise gibt es noch keine weiterbildenden Angebote für Akademiker. Auch überbetriebliche Berufsbildungszentren müssten ihren Fokus stärker auf die Elektromobilität richten. Es gelte darüber hinaus, bislang getrennte Berufsbilder stärker miteinander zu verknüpfen und verschiedene Systemaspekte an den Hochschulen zusammenzuführen. 

Die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) wird auf Grundlage der Konferenzergebnisse ihre Kompetenz-Roadmap von 2012 in diesem Jahr fortschreiben. Die Kompetenz-Roadmap 2.0 wird neue Handlungsfelder definieren und Empfehlungen zur Bildung und Qualifizierung an die Bundesregierung formulieren.