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06.06.2016

Henning Kagermann bei Fach- und Ideenkonferenz der Bundesregierung zur Elektromobilität

Auf der Fach- und Ideenkonferenz der Bundesregierung zur Elektromobilität am 6. Juni in Berlin erklärte Henning Kagermann als Vorsitzender der Nationalen Plattform Elektromobilität, warum das von Politik und Industrie vereinbarte Maßnahmenpaket für Elektrofahrzeuge einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität darstellt – und welche Aufgaben noch gelöst werden müssen.

"Die Frage ist nicht, ob Elektromobilität kommt, sondern wie gut wir in Deutschland darauf vorbereitet sein werden". So sagte es Henning Kagermann als Vorsitzender der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) auf der Fach- und Ideenkonferenz der Bundesregierung zur Elektromobilität, an der neben EU-Kommissar Günther Oettinger rund 600 Expertinnen und Experten aus Industrie, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft teilnahmen. Die Konferenz unterstrich die Bedeutung der Elektromobilität für eine klimafreundliche, ressourcenschonende und effiziente Mobilität.

Henning Kagermann begrüßte im Namen der NPE das öffentliche Beschaffungsprogramm, den zeitlich befristeten Umweltbonus und die angekündigten Investitionen in die Ladeinfrastruktur: "Mit dem beschlossenem Maßnahmenpaket festigt Deutschland die Position unter den Leitanbietern der Elektromobilität. Auch das Ziel eines Leitmarkts für Elektromobilität bleibt damit erreichbar. Wir haben nun die Chance, ein Momentum für die Elektromobilität zu erzeugen", so Henning Kagermann zu den Teilnehmern der Fach- und Ideenkonferenz.

Mit dem zeitlich befristeten Umweltbonus und den weiteren von der Bundesregierung und Industrie vereinbarten Maßnahmen ist nach Auffassung der NPE ein Schub auf etwa 400.000 E-Fahrzeuge bis Ende 2018 möglich. Die Investitionen in die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur sorgen dafür, dass die Ladeinfrastruktur mit dem steigenden E-Fahrzeugbestand bedarfsgerecht mitwachsen kann. Das öffentliche Beschaffungsprogramm unterstreicht die Vorbildfunktion der Politik und sorgt bei den Neuanschaffungen für mindestens 20 Prozent Elektrofahrzeuge im Fuhrpark des Bundes.

Henning Kagermann signalisierte jedoch auch weiteren Handlungsbedarf. Offene Punkte der systemischen Roadmap der NPE sollten nach seinen Worten bald gelöst werden:

  • Die NPE-Roadmaps zu Forschung und Entwicklung müssen weiter konsequent abgearbeitet werden. Dazu sei ein weiterer Ausbau der Forschung und Entwicklung notwendig.
  • Normen und Standards seien weiterzuentwickeln, beispielsweise zum induktiven Laden.
  • Konzepte zum Einsatz von Elektrofahrzeugen als mobile Zwischenspeicher von Strom seien auszuarbeiten, damit Elektromobilität die Energiewende unterstützt. Beispielsweise können Elektrofahrzeuge Teil des Versorgungskonzepts von intelligenten Energiehäusern sein.
  • Kommunen seien als integraler Bestandteil der Verkehrs- und Stadtplanung stärker für die Elektromobilität zu sensibilisieren.

 

Nach der Internationalen Konferenz 2013 und der Nationalen Konferenz 2015 veranstaltete die Gemeinsame Geschäftsstelle Elektromobilität der Bundesregierung in diesem Jahr eine Fach- und Ideenkonferenz. Die Diskussionsergebnisse und Anregungen der Konferenzteilnehmer fließen in das Arbeitsprogramm der NPE ein, das sich die Plattform bis Ende 2017 vorgenommen hat.