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18.04.2016

Handlungsempfehlungen der Schaufenster Elektromobilität an die NPE

Auf der zweitägigen Ergebniskonferenz zum Förderprogramm "Schaufenster Elektromobilität" der Bundesregierung nahm die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) am 14. April in Leipzig die Ergebnisse des Schaufensterprogramms entgegen. Henning Kagermann würdigte den Beitrag der Schaufenster für die Elektromobilität in Deutschland.

Auf der Konferenz präsentierten die Leiterinnen und Leiter des Schaufensterprogramms im Beisein von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, die Erfahrungen aus den Schaufensterregionen Sachsen-Bayern, Berlin-Brandenburg, Baden-Württemberg und Niedersachsen. Die Bundesregierung hat die Schaufenster seit 2012 mit 180 Millionen Euro gefördert. Das gesamte Projektinvestitionsvolumen   unter Einbeziehung des Projektengagements aller Projektpartner in Bund und Ländern   beträgt knapp 400 Millionen Euro.

Der Vorsitzende der NPE und acatech Präsident Henning Kagermann stellte bei seinem Vortrag heraus, dass die Schaufenster einen wichtigen Beitrag für ein nachhaltiges Elektromobilitätssystem in Deutschland leisten: „Die Schaufenster Elektromobilität bündeln Ressourcen und machen Elektromobilität erfahrbar“. Dabei dienten die Schaufenster als Monitoring-Instrument und Frühwarnsystem. Der NPE-Vorsitzende verdeutlichte: „Die Projekte der Schaufenster haben erfolgreich die tägliche Anwendung von Elektromobilität in Deutschland demonstriert, aber auch Herausforderungen verdeutlicht.“ Die Resultate verdichtet die Begleit- und Wirkungsforschung der Schaufenster in 22 Handlungsempfehlungen, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, Staatssekretär Rainer Bomba (Bundesverkehrsministerium) und Henning Kagermann entgegen nahmen.  

500 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand sind in 145 Projekten in vier Schaufensterregionen beteiligt. Die Schaufenster haben Testvorhaben zur Schnell- und Normalladerinfrastruktur realisiert und umfangreiche Erkenntnisse in den Bereichen Elektrofahrzeuge, Energieversorgung und Verkehrssysteme gewonnen. Insbesondere die Ladeinfrastruktur hat von den Schaufenstern profitiert: 70 Prozent des aktuellen Bestands an Schnellladepunkten und 40 Prozent an Normalladepunkten im öffentlich zugänglichen Bereich entstanden innerhalb der Schaufenster. Die Alltagstauglichkeit der Ladeinfrastruktur und des gemeinsamen europäischen Standards  CCS (Combined Charging System) wurde in den Schaufenstern überprüft.